Große Sprünge übers Tal

Die von 1862 bis 1863 erbaute Eisenbahnbrücke ist ein beeindruckendes Zeugnis damaliger Bauingenieurkunst! Sie ist 187 m lang und 25 m breit, überquert das Rednitztal und verbindet mit Würzburg und Bamberg. Im Tal bei der Brücke war ein Strandbad mit Sandstrand. Flussaufwärts sind Wasserschutzgebiete eingezäunt. In der Nähe das sogenannte „Waldmannsrohr“.

Siebenbogenbrücke ©St.S

Sicherlich hat der eine oder andere schon von der legendären Bahnfahrt zwischen Nürnberg und Fürth gehört, auf der die (mitsamt ihrem Lokführer) aus England importierte Lokomotive – der Adler – ihre Jungfernfahrt im Jahre 1835 absolvierte. Leider erinnert nur noch wenig an diese Strecke, die auf dem Bahnhof am Plärrer in Nürnberg begann und 6 Kilometer später in Fürth endete. Aber diese Bahnstrecke der privaten Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft läutete eine Welle der Industrialisierung in Deutschland (damals noch ein loser Staatenbund) ein.

Der Bau der 7-Bogen-Brücke über die Rednitz war Bestandteil der Strecke Fürth-Würzburg, die 1865 eröffnet wurde. Zur Eröffnung gab es einen so großen Bevölkerungsansturm, dass die Polizei der Schaulustigen kaum Herr wurde.

Der ehemalige Direktor des Bahn-Museums in Nürnberg hat erst kürzlich ein Buch geschrieben, das diese Geschichte ausführlich beschreibt und illustriert. „Adler und Staatsbahn – Eisenbahngeschichte in Fürth“ ist in der Edition Promenade erschienen. Angefügtes Interview, das die NN mit dem Autor führte, ist hier als PDF verlinkt.

Zugang:

Zugangsbeschreibung derzeit nicht vorhanden.

  • Waldmannsweiher, hat keine Oberflächenwasser-Verbindung zur Rednitz
  • Hardsteg, knapp 280m langer Flutsteg aus Holz
  • Stadtökologischer Lehrpfad Fürth mit Infos auch zu Hardsteg und Waldmannsweiher